Speichergebühren und die Zukunft des Mining
27. Januar 2022

Miner sind die Konsensschicht von Proof-of-Work-Blockchains, und die Sicherheit aller Smart Contracts hängt davon ab, dass sie Konsens herstellen, um das Netzwerk aufrechtzuerhalten. Im Gegenzug für diesen Dienst erhalten sie Mining-Belohnungen: die Gesamtsumme der Basisblockbelohnungen und Transaktionsgebühren. Im Fall von Ergo werden diese Belohnungen in ERG - der Währung des Netzwerks - ausgezahlt. Da das Netzwerk von immer mehr Menschen genutzt wird, kann erwartet werden, dass eine bestimmte Anzahl von Coins an alte und/oder inaktive Adressen verloren geht. Was passiert mit diesen verlorenen Coins? Können sie irgendwie wiederhergestellt und in Zukunft recirculiert werden? Ergos Implementierung der Speichergebühren spricht dieses Anliegen an und soll die Stagnation im Coin-Angebot revitalisieren, um zusätzliche Nachhaltigkeit für zukünftige Mining-Belohnungen zu schaffen.
Forschung zeigt, dass nahezu 20 % des Bitcoin-Angebots in den letzten 5 Jahren nicht bewegt wurde. Ob diese Coins später verwendet werden oder nicht, Miner müssen ihre Daten halten, ohne dafür eine Entschädigung zu erhalten. Miner werden mit Blockbelohnungen und allen anderen Transaktionsgebühren, die auf der Blockchain anfallen, entschädigt. Sobald der Emissionszeitplan von Bitcoin abgeschlossen ist, enden jedoch die Basisblockbelohnungen, und die Mining-Renditen hängen ausschließlich von den Transaktionsgebühren ab. Wenn aus irgendeinem Grund die Transaktionsfrequenz im Netzwerk plötzlich sinkt, werden die Minergebühren stark betroffen sein, was Ungleichgewichte in der Hash-Power des Netzwerks verursachen kann.
Ergos Speichergebühren-Komponente
Ergos Speichergebühren-Funktion zielt darauf ab, zwei Probleme anzugehen:
- Verlorene Coins und zunehmender Staub
- Änderungen der Höhe der Mining-Belohnungen (siehe tägliche ETH-Blockbelohnungen)
Miner sind die Sicherheitslage für die Proof-of-Work-Blockchain, und es ist von größter Bedeutung, wirtschaftliche Anreize für Miner zu schaffen, um das Netzwerk aufrechtzuerhalten und zu sichern. Speichergebühren sind so konzipiert, dass sie eine Schicht der Vorhersehbarkeit für zukünftige Blockbelohnungen hinzufügen. So funktioniert es:
Es wird eine Gebühr von etwa 0,14 ERG für jede UTXO-Box erhoben, die innerhalb eines Zeitraums von vier Jahren NICHT ausgegeben wird. Das Ergo-Netzwerk ist noch jung und wurde erst vor zweieinhalb Jahren gestartet. Daher wurde das Speichergebührenprotokoll noch nicht initiiert. Die Lösung für die Speichergebühren wurde aus Forschungen entwickelt, die von der Ergo-Plattform im Jahr 2019 durchgeführt wurden: Ein systematischer Ansatz zu Kryptowährungsgebühren.
Inaktive Adressen und digitale Knappheit
Da die Blockchain älter wird, könnten potenziell verlorene Coins einen deflationären Trend für das verbleibende zirkulierende Angebot schaffen. Dieses Problem ist von großer Bedeutung für die langfristige Nachhaltigkeit und Lebensfähigkeit der Blockchain. Deflationäre Vermögenswerte entmutigen Ausgabeverhalten, da Coins zunehmend rar werden. Man könnte argumentieren, dass dies aufgrund der Gleichung "Knappheit erhöht den Wert" profitabel sein könnte, doch in Zukunft haben Blockbelohnungen das Potenzial, unvorhersehbarer zu werden, wenn sie ausschließlich auf Transaktionsgebühren angewiesen sind.
Ergo ist eine Proof-of-Work-Smart-Contract-Plattform, und alle Interaktionen erfordern ERG zur Ausführung. Miner sind die Sicherheitslage der Blockchain, daher wird ein Liquiditätsanreiz ihre aktive Teilnahme sichern. Inaktive Teilnehmer müssen ebenfalls Gebühren für die Speicherung ihrer Coins zahlen. Die gesamte Infrastruktur der Blockchain ist auf Miner angewiesen, um Daten zu sichern. Wenn Blockchains wachsen, wird es mehr inaktive Wallet-Adressen geben (wie die Geschichte mit Bitcoin gezeigt hat). Speichergebühren zielen darauf ab, nachhaltigere Anreize für die Miner zu schaffen, indem diese Coins wieder in den Umlauf gebracht werden.
Darüber hinaus, wenn eine Adresse mit verschiedenen Vermögenswerten nicht genügend ERG-Coins hat, um die Speichergebühren zu zahlen (eine Adresse mit anderen nativen Vermögenswerten und/oder NFTs), können diese Vermögenswerte wieder in den Umlauf gebracht werden. Das bedeutet, dass NFTs und andere Token auf Ergo von Minern als Blockbelohnung beschlagnahmt werden können. Es besteht das Potenzial für eine Art von Speicherkriegen unter Mining-Pools, um die Kontrolle über diese Vermögenswerte in der Zukunft zu erlangen, aber die Benutzer werden durch UTXO-Konsolidierungsfunktionen geschützt, die zu Wallets hinzugefügt werden, die zur Zahlung von Speichergebühren erforderlich sind.
Ergo hat ein hart begrenztes Angebot von 97 Millionen Coins. Dieses begrenzte Angebot schafft bereits Knappheit für ERG-Coins. Wenn ein Teil des Angebots verloren geht oder dauerhaft in ungenutzten Adressen gespeichert wird, wird das Netzwerkprotokoll für Speichergebühren diese Coins langsam zurückgewinnen - in regelmäßigen Abständen, wenn diese Vermögenswerte über einen signifikanten Zeitraum hinweg ungenutzt bleiben. Speichergebühren sind eine innovative und neuartige Lösung, die darauf abzielt, die Interaktion der Inhaber zu erhöhen und gleichzeitig ein Gleichgewicht zwischen digitaler Knappheit und langfristigen Anreizen zu schaffen.
Wenn Sie Ergos Speichergebührenprotokoll nach dieser Einführung weiter erkunden möchten, empfehlen wir den folgenden Artikel: Der Wert von Speichergebühren: Mining auf Ergo.
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